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Wer ist die Börtlinger Weitsicht ?

DSCN8906Die BI Börtlinger Weitsicht macht sich mit weiteren Bürgerinitiativen, Bürgermeistern und Landkreise stark gegen einen überdimensionierten Netzausbau unter der Pseudo- Überschrift Energiewende. Wir fordern eine richtige Energiewende mit alternativen Energien, neuen Speichertechnologien und einem intelligenten Netz.

Wir machen uns stark für eine Energiewende mit dezentralen Netzstrukturen, lokalen Speichern, der Nutzung von flexiblen Gas-Kraftwerken und neuen Technologien wie Power-to-gas.

Wir unterstützen die Energiesparprogramme der Bundes- und Landesregierung und die Forderung von einem durchdachten Konzept für die Energiewende, dazu benötigen wir alle die richtigen politische Rahmenbedingungen.

IMG_0139Derzeit wird von Transnet als Tochter der EnBW ein Leitungsbau für den internationalen Stromhandel mit einem Profit von ca. 9,5% für Transnet angeboten. Die Netzbetreiber möchten mit Braun- und Steinkohle und einem Netz von gestern die Energiewende von morgen gestalten. Das stößt bei uns auf Unverständnis.

Es gab mehrere Vorschläge von Trassenverläufe in dem Raumsuchkorridor: trassenkarte_groß

Wir möchten mit dieser Homepage klar und deutlich zum Ausdruck bringen, dass wir uns nicht von gezielten Fehlinformationen von Energielobbyisten manipulieren lassen. Wir kämpfen dafür das Bürger, Politiker und die offiziellen Regierungsinstitutionen sich umfassend informieren können, damit die Einseitigkeit der Berichterstattung nun endlich ein Ende hat.

Nun ist es soweit – Die Trasse wird aus dem Gesetz gestrichen, das feierte die Börtlinger Weitsicht mit Freunden, Bürgeninitativen, Politikern und Interessierten am 26.April 2015

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Unter dem Reiter ‚News“ gibt es immer die neusten Berichte:

-> zu den News

Wir freuen uns über jeden Kommentar zum Thema, das gehört zur Dialogkultur.

DSCN9037Auf weiteren Seiten finden Sie Zeitungsberichte, Gesetzestexte, den NEP mit Anmerkungen von Industrie, Verbänden und Politkern und natürlich auch wirkliche Alternativen die einem Industrieland wie Deutschland sehr gut stehen – im Gegensatz zu Technik von gestern.

Hier ein kurzer Überblick der häufigsten Missverständnisse:

„Die geplante Leitung ist notwendig für die Versorgung des industriestarken mittleren Neckarraums.“
Diese Angabe musste der verantwortliche Netzbetreiber Transnet BW schon mehrfach zurücknehmen und zugeben: Die Leitung dient – wenn überhaupt dem europaweiten Stromtransport und -handel.

„Wer gegen neue Stromleitungen ist, blockiert die Energiewende?“
Wir Bürgerinitiativen stehen alle zur Energiewende: Energiewende bedeutet aber: Strom aus erneuerbaren Energien!
Nach 2020 werden die Atomkraftwerke im Süden zwar abgeschaltet. Die Grundversorgung soll aber weiterhin zu einem großen Teil mittels unflexibler, umweltschädlicher Kohlekraftwerke gesichert werden. Diese Kraftwerke können nicht auf die unregelmäßig erzeugte erneuerbare Energie aus Wind, Sonne und Wasser reagieren. Deshalb müssen zur Zeit erneuerbare Energieerzeuger immer öfter abgeschaltet werden – oder viele neue Leitungen gebaut werden.

„Wird also viel erneuerbare Energie erzeugt, muss der Strom durch neu zu bauende Leitungen transportiert werden?“
Wir sagen: „Nein! Kein Stromhandel auf unsere Kosten.“ und Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen von Wirtschaft und Wissenschaft, Politiker aller Parteien und Studien verschiedener Energieerzeuger weisen auf eine intelligente, auf eine tatsächliche Energiewende hin:
• Aufrüsten vorhandener Leitungen mit moderner Technik
• Dezentrale Stromerzeugung – nahe am Verbraucher – intelligent vernetzt
• Mix aus Sonnen-, Windkraft- und Wasserkraftanlagen in ganz Deutschland – das wirkt ausgleichend
• Einsatz flexibler Gaskraftwerke statt unflexibler Grundlast-Kraftwerke
• Förderung von Speichertechnologien
Dafür brauchen wir endlich die richtigen politische Rahmenbedingungen.

„Warum sollte ein Netzbetreiber eine nicht benötigte Leitung bauen?“
Weil die Kosten wir Verbraucher über den Strompreis tragen, die Betreiber aber per Gesetz eine garantierte Rendite von 9,29% (vor Steuern) bekommen – unabhängig von der Auslastung!

„Die geplante Höchstspannungs-Leitung ist gesetzlich vorgeschrieben, was kann ich dagegen tun?“
Das entsprechende Gesetz (EnLAG) basiert auf den Netzentwicklungsplänen (NEP) der Netzbetreiber, die darin den Bedarf an Leitungen festgelegt haben. Der Bedarf wird alle 3 Jahre überprüft und neu festgeschrieben.
Gemeinden und Bürgerinitiativen entlang der geplanten Trassen lassen den Bedarf der geplanten Leitung durch ein unabhängiges Gutachten prüfen. Besteht kein Bedarf, kann sie aus dem Gesetz gestrichen werden. 
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[Fotos: Andrea Maier, Börtlingen]

Aktueller Status am 03. März 2015, aus der TransnetBW Homepage:

Der Leitungsneubau zwischen Bünzwangen und Goldshöfe ist unter den aktuellen energiepolitischen Rahmenbedingungen verzichtbar.

Im Rahmen der jährlich durchgeführten deutschlandweiten Netzentwicklungsplanung war das Umspannwerk Goldshöfe bisher als Endpunkt der HGÜ-Verbindung Kreis Segeberg – Goldshöfe vorgesehen. Aufgabe der 380-kV-Drehstromleitung Bünzwangen – Goldshöfe sollte es sein, vom Umspannwerk Goldshöfe aus den Windstrom, der aus Norddeutschland dorthin transportiert werden sollte, weiter zu verteilen. Im November vergangenen Jahres wurde der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplans 2014 veröffentlicht. Dieser sieht eine Verlagerung dieses Endpunkts von Goldshöfe in den Raum Wendlingen vor. Auch wenn die Verbindung bislang von der Bundesnetzagentur nicht bestätigt wurde, entfällt damit aus Sicht von TransnetBW die energiewirtschaftliche Notwendigkeit für die 380-kV-Leitung Bünzwangen – Goldshöfe.

Das Leitungsbauprojekt ist noch im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) enthalten. Nachdem die energiewirtschaftliche Notwendigkeit nicht mehr besteht, spricht aus Sicht der TransnetBW nichts dagegen, das Projekt aus dem EnLAG zu streichen. Dies liegt jedoch nicht in der Verantwortung der TransnetBW. Die politische Initiative zur Streichung des Leitungsbauprojekts aus dem EnLAG muss von der Politik und den zuständigen Behörden ergriffen werden.

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